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Private Kranken­ver­si­che­rung für Beamte im Großraum Stuttgart

Du startest in den Dienst und sollst dich zwischen Beihilfe, privatem Restkostentarif und gesetzlicher Kasse entscheiden, ohne zu wissen, woran sich ein passender Tarif überhaupt erkennen lässt.

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So greifen Beihilfe und privater Tarif bei Beamten ineinander


Wer als Beamtin oder Beamter im Großraum Stuttgart in den Dienst startet, sichert seine Krankheitskosten über zwei Bausteine ab. Den ersten stellt der Dienstherr: Die Beihilfe übernimmt je nach Status und Familiensituation zwischen 50 und 100 Prozent der beihilfefähigen Kosten. Den zweiten Baustein wählst du selbst. Eine private Kranken­ver­si­che­rung für Beamte deckt als Restkostentarif den Anteil ab, den die Beihilfe offen lässt.

Deshalb werden Beihilfetarife in Prozentstufen abgeschlossen. Liegt dein Beihilfebemessungssatz bei 50 Prozent, versicherst du die übrigen 50 Prozent privat. Ändert sich dein Bemessungssatz später, muss der private Anteil dazu passen.

Nicht jede Rechnung ist in voller Höhe beihilfefähig. Für Leistungen, die der Dienstherr gar nicht oder nur teilweise erstattet, gibt es ergänzende Bausteine, etwa für Zahnersatz, Sehhilfen oder Wahlleistungen im Krankenhaus. Was davon sinnvoll ist, hängt von deinen Beihilfevorschriften und deinen eigenen Ansprüchen ab.

Die Beihilferegeln unterscheiden sich je nach Dienstherr, also zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Jede Tarifauswahl beginnt deshalb mit deinem Beihilfebemessungssatz und den Vorschriften, die für dich gelten.

Stand: September 2026


Viele Fragen zum Dienstbeginn, wenig belastbare Antworten

In den ersten Wochen im Dienst kommt einiges zusammen: die Frage, ob du in der gesetzlichen Kasse bleibst, Angebote im Postfach, Hinweise von Kolleginnen und Kollegen und Suchergebnisse, die sich widersprechen. Beamtinnen und Beamte auf Probe erzählen uns häufig, dass sie Antworten suchen, die sie im Netz oder bei einem Chatbot nicht finden. Das liegt selten an fehlender Sorgfalt. Es liegt daran, dass Beihilfebemessungssatz, Tarifbedingungen und Gesundheitszustand zusammen betrachtet werden müssen, bevor eine Entscheidung Sinn ergibt.


Woran du einen passenden Beihilfetarif erkennst


Erstattung im Detail

Ambulant, stationär, Zahnersatz: Wie viel der Restkosten ein Tarif übernimmt, steht in den Bedingungen und unterscheidet sich deutlich. Sieh dir auch Hilfsmittel, Psychotherapie und die Erstattung oberhalb der Höchstsätze der Gebührenordnung an.

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Anpassung an die Beihilfe

Ändert sich dein Beihilfebemessungssatz, muss der private Anteil mitwachsen. Viele Beihilfetarife sehen dafür eine Anpassungsoption vor. Ob sie ohne erneute Gesundheitsprüfung gilt und welche Fristen dafür laufen, regeln die Bedingungen.

Beitrag über Jahrzehnte

Der Einstiegsbeitrag sagt wenig über die nächsten dreißig Jahre. Wichtiger sind die Kalkulation des Versicherers, die Beitragsentwicklung der vergangenen Jahre und Bausteine, die den Beitrag im Ruhestand dämpfen sollen.

Spielraum bei Wechseln

Ein Wechsel des Dienstherrn, Elternzeit, eine Beurlaubung oder der Ruhestand verändern deine Lage. Prüfe, welche Möglichkeiten zu Anwartschaft, Umstellung oder Tarifwechsel dir ein Vertrag später offenhält.


Gesundheitsfragen und Optionstarif: warum der Zeitpunkt zählt


Vor dem Vertragsbeginn stellt jeder private Krankenversicherer Gesundheitsfragen. Aus den Antworten ergibt sich die Annahmeentscheidung: Möglich sind eine Annahme zu normalen Bedingungen, ein Beitragszuschlag, ein Leistungsausschluss für bestimmte Behandlungen oder eine Ablehnung. Welche Bewertung ein Befund auslöst, unterscheidet sich von Versicherer zu Versicherer, ein Automatismus ist das nicht.

Genau deshalb entscheidet der Zeitpunkt mit. Wer sich früh kümmert, hat in der Regel weniger Behandlungen in den abgefragten Zeiträumen und damit mehr Auswahl. Wer wartet, bis das Knie behandelt oder die Therapie begonnen ist, hat diese Wahl nicht mehr.

Optionstarif für Studium, Referendariat und Probezeit

Ein Optionstarif sichert dir das Recht, später in einen vollwertigen Beihilfetarif zu wechseln, ohne dass der Gesundheitszustand erneut bewertet wird. Damit lässt sich der heutige Gesundheitszustand gewissermaßen einfrieren, bevor die Verbeamtung überhaupt ansteht. Welche Fristen gelten, welche Tarife später offenstehen und ob Zuschläge ausgeschlossen sind, hängt von den Bedingungen des jeweiligen Anbieters ab.

Stehen Vorerkrankungen im Raum, lässt sich bei vielen Versicherern vorab klären, wie sie einen Befund einschätzen, bevor ein Antrag gestellt wird. Ob das im Einzelfall möglich ist, hängt vom Versicherer und von der Art der Vorerkrankung ab.


Wissen, welcher Kostenanteil bei dir bleibt

Nenn uns deinen Dienstherrn und wann dein Dienst beginnt. Im ersten Termin ordnen wir deinen Beihilfeanspruch ein und zeigen dir, welcher Anteil deiner Krankheitskosten privat abzusichern ist.

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Erst deine Lage klären, dann über Verträge sprechen


In einem Beratungstermin schließen wir keinen Vertrag ab. Dafür vereinbaren wir einen eigenen Termin, wenn du so weit bist. Das ist kein Stilmittel, sondern die Grundlage dafür, dass du deine Entscheidung ohne Zeitdruck triffst.

Wir arbeiten als Ver­sicherungs­makler und ver­gleichen den Markt unabhängig. Die Beratung teilen wir in mehrere Termine auf: Risiko und Gesundheit stehen am Anfang, dazu gehört auch die private Kranken­ver­si­che­rung mit Beihilfe. Sachversicherungen und das Thema Sparen und Anlegen folgen in eigenen Schritten. So bleibt jedes Thema an seinem Platz, statt in einem langen Gespräch unterzugehen.

Der Ansatz ist ergebnisoffen. Wenn deine bestehende Absicherung passt oder ein Baustein für dich keinen Nutzen hat, sagen wir das. Unser Standort ist Filderstadt, unsere Kundinnen und Kunden sind Ingenieurinnen, Ingenieure und Beamte aus dem Großraum Stuttgart. Deshalb kennen wir die Fragen, die beim Start in den Dienst immer wieder kommen, und die Unterlagen, die dafür gebraucht werden.


Wenn sich Status oder Familie ändern

Eine Heirat, die Geburt eines Kindes, ein Wechsel des Dienstherrn oder der Eintritt in den Ruhestand können deinen Beihilfebemessungssatz verändern. Dann passt der bisher versicherte Restanteil nicht mehr, und der Vertrag muss angepasst werden. Ob das ohne erneute Gesundheitsprüfung geht und welche Fristen dafür laufen, steht in den Bedingungen deines Tarifs. Kinder mit eigenem Beihilfeanspruch brauchen einen eigenen Vertrag. Die Absicherung der Dienstunfähigkeit ist ein Thema für sich und läuft über einen separaten Vertrag.


Häufige Fragen zur privaten Kranken­ver­si­che­rung für Beamte


Lohnt sich die private Kranken­ver­si­che­rung für Beamte, oder kann ich gesetzlich versichert bleiben?

Für Beamtinnen und Beamte ist ein Beihilfetarif in den meisten Fällen die wirtschaftlich naheliegende Lösung, weil sich der Dienstherr über die Beihilfe direkt an den Krankheitskosten beteiligt und privat nur der Restanteil abzusichern ist. Wer freiwillig in der gesetzlichen Kranken­ver­si­che­rung bleibt, zahlt den Beitrag dort in der Regel allein und nutzt die Beihilfe kaum. Einige Dienstherren bieten inzwischen eine pauschale Beihilfe für gesetzlich Versicherte an. Ob das für deinen Dienstherrn gilt und was daraus für dich folgt, sehen wir uns anhand deiner Unterlagen an.

Was kostet eine private Kranken­ver­si­che­rung mit Beihilfe?

Der Beitrag hängt von mehreren Faktoren ab, deshalb gibt es keinen allgemeinen Preis. Entscheidend sind dein Eintrittsalter, dein Beihilfebemessungssatz, der gewählte Leistungsumfang, ein möglicher Selbst­behalt, die Bewertung deines Gesundheitszustands und die Kalkulation des jeweiligen Versicherers. Zwei Tarife mit ähnlichem Beitrag können sich in den Bedingungen deutlich unterscheiden. Sinnvoll ist deshalb der Vergleich von Leistung und Beitrag zusammen, nicht der Blick auf den Einstiegsbeitrag allein.

Was passiert, wenn ich Vorerkrankungen habe?

Vorerkrankungen führen nicht automatisch zu einer Ablehnung, sie werden aber individuell bewertet. Versicherer kommen bei demselben Befund zu unterschiedlichen Ergebnissen, weil sie eigene Risikorichtlinien verwenden. Wichtig ist, alle abgefragten Behandlungen vollständig und richtig anzugeben, denn falsche Angaben können den Versicherungsschutz später gefährden. Sinnvoll ist, vorher die Behandlungsunterlagen der abgefragten Jahre zusammenzustellen, damit die Angaben zum Antrag belastbar sind.

Sind Partner und Kinder automatisch mitversichert?

Nein, in der privaten Kranken­ver­si­che­rung braucht jede Person einen eigenen Vertrag, eine beitragsfreie Familienversicherung wie in der gesetzlichen Kasse gibt es nicht. Kinder von Beamtinnen und Beamten haben je nach Beihilfevorschrift einen eigenen Beihilfeanspruch, sodass für sie nur der Restanteil privat abzusichern ist. Für neugeborene Kinder sehen viele Verträge eine Aufnahme ohne Gesundheitsprüfung vor, wenn der Antrag innerhalb einer bestimmten Frist nach der Geburt gestellt wird. Frist und Voraussetzungen stehen in den Bedingungen.

Kann ich meinen Tarif später noch wechseln?

Ein Wechsel innerhalb desselben Versicherers ist grundsätzlich möglich, die angesparten Alterungsrückstellungen bleiben dabei erhalten. Für Leistungen, die über den bisherigen Tarif hinausgehen, kann der Versicherer eine Gesundheitsprüfung für diesen Mehranteil verlangen. Beim Wechsel zu einem anderen Versicherer stehen dagegen eine neue Gesundheitsprüfung an, und die aufgebauten Rückstellungen sind nur eingeschränkt übertragbar. Deshalb wiegt die erste Entscheidung schwerer als spätere Korrekturen.

Was sollte ich zum ersten Termin mitbringen?

Hilfreich sind Angaben zu deinem Dienstherrn, zu deinem Status und zu deinem Beihilfebemessungssatz, also Ernennungsurkunde oder Einstellungsschreiben. Dazu kommen deine bisherige Kranken­ver­si­che­rung, bestehende Verträge zur Absicherung und eine Übersicht der Behandlungen der letzten Jahre. Wenn etwas davon fehlt, ist das kein Hindernis, wir klären den Rest im Gespräch. Je vollständiger die Angaben sind, desto genauer lässt sich beurteilen, welche Tarife für dich überhaupt infrage kommen.


Den Start in den Dienst als Stichtag nutzen

Am Anfang deiner Laufbahn stehen die Weichen für deine Kranken­ver­si­che­rung noch weit offen. Je früher wir deine Ausgangslage kennen, desto mehr Wege bleiben dir.

Für den ersten Schritt reichen wenige Angaben über das Formular: dein Dienstherr, der geplante Dienstbeginn und die Fragen, die dich gerade beschäftigen. Alles Weitere besprechen wir im Termin.


Beihilfe und Tarif klären

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